Mitsubishi Polyester Film GmbH

Wiesbaden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mitsubishi Polyester Film GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mitsubishi Polyester Film GmbH, Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31.März 2022 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mitsubishi Polyester Film GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Eschborn/Frankfurt am Main, 7. Juni 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmitt, Wirtschaftsprüfer

Rücker, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.3.2022 31.3.2021
Anhang TEUR TEUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 101 100
II. Sachanlagen 42.031 38.311
III. Finanzanlagen 9.041 7.716
51.173 46.127
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 45.915 36.324
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.409 28.499
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.785 35.545
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 158 87
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.478 496
58.830 64.627
III. Guthaben bei Kreditinstituten (18) 1.846 1.521
106.591 102.472
C. Rechnungsabgrenzungsposten 763 556
D. Aktive latente Steuern (4) 0 5.741
158.527 154.896

Passiva

31.3.2022 31.3.2021
Anhang TEUR TEUR
A. Eigenkapital (19)
I. Gezeichnetes Kapital 160 160
II. Kapitalrücklage 27.636 27.636
III. Andere Gewinnrücklagen 5.433 5.433
IV. Gewinnvortrag 43.580 43.469
V. Jahresüberschuss 1.690 13.832
78.499 90.530
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (5) 30.897 28.782
2. Steuerrückstellungen (6) 4.373 5.121
3. Sonstige Rückstellungen (7) 15.019 16.012
50.289 49.915
C. Verbindlichkeiten (8)
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 821 495
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.111 6.540
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.396 3.300
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.909 2.150
5. Sonstige Verbindlichkeiten, 4.502 1.958
davon aus Steuern TEUR 4.119 (Vj. TEUR 1.375)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 31 (Vj. TEUR 224)
29.739 14.443
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 8
158.527 154.896

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

2021/2022 2020/2021
Anhang TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse (9) 222.647 196.143
2. Erhöhung (Vj.: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.621 -368
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 107 97
4. Sonstige betriebliche Erträge (10) 2.825 2.748
230.200 198.620
5. Materialaufwand (11) -128.457 -95.882
6. Personalaufwand (12)(13) -51.193 -48.407
7. Abschreibungen (14) -6.149 -5.888
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) -30.017 -28.224
14.384 20.219
9. Finanzergebnis (16) 4.371 1.431
18.755 21.650
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -8.687 -7.818
11. Ergebnis nach Steuern 10.068 13.832
12. Aufwendungen aus Gewinnabführung -8.378 0
13. Jahresüberschuss 1.690 13.832

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Mitsubishi Polyester Film GmbH ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, da die in § 293 HGB genannten Größenkriterien für Befreiungen von der Aufstellung eines Konzernabschlusses überschritten wurden. Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung der handelsrechtlichen Bestimmungen gemäß der §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt.

Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Soweit zum besseren Verständnis der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst sind, werden diese im Anhang erläutert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Mitsubishi Polyester Film GmbH mit Sitz in Wiesbaden im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 8118 eingetragen.

1. Konsolidierungskreis

Die Mitsubishi Polyester Film GmbH verzichtet gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung der folgenden Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss, da diese für die Vermittlung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Der Anteilsbesitz an der InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG, Wiesbaden, in Höhe von insgesamt 20,1 % wird gemäß § 311 Abs. 1 HGB als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Wir verweisen zudem auf die Angaben auf S. 13 zum Anteilsbesitz.

2. Konsolidierungsgrundsätze

Der Abschlussstichtag des in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmens ist der 31. Dezember.

Eine Anpassung des Abschlusses der InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG, Wiesbaden, an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird nicht vorgenommen.

Der Wertansatz des assoziierten Unternehmens wird nach der Buchwertmethode ermittelt.

Die Equity-Methode wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung zum 31. Dezember 2005 erstmalig angewendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Das gesamte Anlagevermögen wird linear abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagengüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar EUR 250, aber nicht EUR 1.000 übersteigen, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zu vom Verkaufspreis abgeleiteten realisierbaren Preisen am Bilanzstichtag. Die Herstellungskosten werden mit Hilfe der Durchschnittsmethode ermittelt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen. Zinsen auf Fremdkapital werden generell nicht aktiviert. Bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet.

Für im Einzelnen erkennbare Risiken im Vorratsvermögen sind Abschreibungen in angemessener Höhe vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Das Verfahren enthält Trendannahmen insbesondere bezüglich der Einkommenssteigerungen (2,75 % p.a.), der Rentenanpassung (1,75 % p.a.) und der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze (2,50 % p.a.) jeweils unverändert zum Vorjahr. Der Rechnungszinsfuß beträgt 1,80 % p.a. (Vorjahr 2,19 % p.a.). Als Rechnungsgrundlage kamen die Richttafeln "Heubeck 2018 G" zum Ansatz. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet, bei den Pensionsverpflichtungen basierend auf dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Der Marktzinssatz der letzten 7 Jahre hätte 1,35 % betragen. Durch Verwendung des 10-jährigen Durchschnittzeitraums kommt es in Höhe von TEUR 762 zu einem Mehraufwand (Vorjahr: Mehraufwand von TEUR 80).

Bei der Bildung der anderen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung erfolgte ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Rechnungszinssatz beträgt 1,35 % p.a. (Vorjahr 1,51 % p.a.).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d. h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnungsmethode

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die im Anhang angegebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

(2) Vorräte

31.3.2022 31.3.2021
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.159 14.945
Unfertige Erzeugnisse 6.780 6.178
Fertige Erzeugnisse und Waren 18.976 15.201
45.915 36.324

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 4.919, Vorjahr TEUR 2.063) sowie dem Cashpool mit der Mitsubishi Chemical Holdings Europe GmbH, Wiesbaden (TEUR 12.866, Vorjahr TEUR 33.482). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus der Dividendenausschüttung der InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG, Wiesbaden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(4) Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern sind mit Wirkung des Gewinnabführungsvertrags mit der Mitsubishi Chemical Europe (vormals: Mitsubishi Chemical Carbon Fiber and Composites GmbH) ausgebucht worden.

(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem Projected Unit Credit Verfahren (Anwartschaftsbarwertverfahren) bewertet. Sie betragen TEUR 30.897(Vorjahr TEUR 28.782).

In Höhe des Entlastungseffektes von TEUR 2.005 (Vorjahr TEUR 2.767) durch Verwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren besteht eine Ausschüttungssperre. Diese kann durch frei verfügbare, für Ausschüttungen auflösbare Rücklagen entsperrt werden.

(6) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellung aufgrund bestehender Risiken aus der laufenden Betriebsprüfung für den Zeitraum 2014 - 2016 wurde auf einen Betrag von TEUR 1.048 (Vorjahr TEUR 1.101) angepasst.

(7) Sonstige Rückstellungen

31.3.2022 31.3.2021
TEUR TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 4.956 5.604
Ausstehende Rechnungen 4.705 4.932
Risiken aus schwebenden Verkaufskontrakten 3.370 2.394
Kundenbezogene Rückstellungen 1.196 1.850
Sonstige 792 1.232
15.019 16.012

Die Steuerrückstellung aufgrund bestehender Risiken aus der laufenden Betriebsprüfung für den Zeitraum 2014 - 2016 wurde auf einen Betrag von TEUR 1.048 (Vorjahr TEUR 1.101) angepasst.

Langzeitkonten

Aufgrund des Tarifvertrages „Moderne Arbeitswelt“ vom 22. November 2019 und der entsprechenden abgeschlossenen Betriebsvereinbarung über die Einführung eines Langzeitkontos vom 21. September 2020 wird seit dem 30. Oktober 2020 bei der R+V Treuhand GmbH (Treugeber Mitsubishi Polyester Film GmbH) ein Konto zur Einzahlung in mitarbeiterbezogene Langzeitkonten geführt. Zum 31. März 2022 beträgt das Wertguthaben TEUR 831 (Vorjahr TEUR 280).

(8) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit (RLZ) RLZ
Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Vorjahr gesamt bis 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 821 821 0 0 495 495
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.111 10.111 0 0 6.540 6.540
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.396 11.396 0 0 3.300 3.300
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.909 2.909 0 0 2.150 2.150
Sonstige Verbindlichkeiten, 4.502 4.502 0 0 1.958 1.958
davon aus Steuern 4.119 4.119 0 0 1.375 1.375
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31 31 0 0 224 224
29.739 29.739 0 0 14.443 14.443

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 8.378 aus Ergebnisabführung (Vorjahr TEUR 2.168) enthalten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

(9) Umsatzerlöse

Nach Wirtschaftsgebieten:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Europa 198.961 178.194
Übrige Gebiete 23.686 17.949
222.647 196.143

Auf den Geschäftsbereich ALPOLIC entfallen insgesamt TEUR 36.789 (davon in Europa TEUR 28.811). Der restliche Umsatz entfällt auf Hostaphan.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.072 1.314
Erträge aus der Währungsumrechnung 324 303
Andere sonstige betriebliche Erträge 1.429 1.131
2.825 2.748

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 1.072 (Vorjahr TEUR 1.314) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen.

(11) Materialaufwand

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 95.561 72.285
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.565 13.573
Aufwendungen für bezogene Waren 10.331 10.024
128.457 95.882

Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden insbesondere Energieaufwendungen erfasst.

(12) Personalaufwand

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 38.714 38.421
Soziale Abgaben 7.326 6.654
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.153 3.332
(davon für Altersversorgung) (5.153) (3.332)
51.193 48.407

(13) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2021/2022 Anzahl 2020/2021 Anzahl
Produktion 443 435
Forschung 27 27
Verwaltung 48 48
Vertrieb 42 43
Beschäftigte 560 553

(14) Abschreibungen

Es handelt sich um Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Vertriebsaufwendungen 7.900 6.710
Fremdlieferungen und Leistungen für Reparaturen 4.765 4.824
Miete und Leasing 4.199 4.326
Werksinfrastrukur 2.470 2.406
Gebühren, Beiträge, Versicherungen 1.145 1.367
Übrige Aufwendungen 518 615
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 247 524
Zuführung zur Rückstellung für Sanierungsverpflichtungen von Gebäuden 198 423
Sonstige Steuern 165 166
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 8.410 6.863
30.017 28.224

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Projekt- und Beratungsaufwendungen sowie sonstige Fremdleistungen enthalten. Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen aus Gutschriften wegen Reklamationen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr TEUR 215) in den übrigen Aufwendungen enthalten.

(16) Finanzergebnis

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Erträge aus Beteiligungen 105 0
davon aus verbundenen Unternehmen (105) (0)
Erträge aus assoziierten Unternehmen 4.836 2.142
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 58 51
davon aus verbundenen Unternehmen (55) (51)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen, (629) (762)
davon an verbundene Unternehmen (0) (0)
davon aus der Abzinsung (629) (762)
4.370 1.431

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 629 (Vorjahr TEUR 762) bestehen aus der Veränderung der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen.

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern bestehen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.946 (Vorjahr TEUR 8.019) und aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 6.069 (Vorjahr TEUR 222).

(18) Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 20.435 und resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Aktiva.

Der Finanzmittelfond setzt sich zusammen aus dem Bilanzposten der Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 1.846 und einer Cashpool-Forderung gegen die Mitsubishi Chemical Holdings Europe GmbH, Wiesbaden, von TEUR 12.866.

(19) Erläuterungen zum Konzerneigenkapital(-spiegel)

Das gezeichnete Kapital von TEUR 160, die Kapitalrücklage von TEUR 27.636 und die Gewinnrücklage von TEUR 5.433 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. März 2022 TEUR 48.698 (Vorjahr TEUR 54.225) zur Ausschüttung zur Verfügung und TEUR 2.005 (Vorjahr TEUR 8.509) unterliegen einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Diese kann durch frei verfügbare, für Ausschüttungen auflösbare Rücklagen entsperrt werden.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der in der Bilanz nicht enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 14.119 (Vorjahr TEUR 9.774).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus einem Erbbaurechtsvertrag in Höhe von TEUR 591 (Vorjahr TEUR 631) und einem Pachtvertrag in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr TEUR 352). Beide Verträge bestehen bis zum 31. Dezember 2036.

Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen durch einen Mietvertrag in Höhe von TEUR 5.414 (Vorjahr TEUR 6.054) und einen weiteren Pachtvertrag in Höhe von TEUR 877. (Vorjahr TEUR 980). Diese Verträge bestehen bis zum 31. Dezember 2029. Ein weiterer Pachtvertrag für die Fläche der neuen Anlage „M1 “ besteht in Höhe von TEUR 5.760 und hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2052. Zudem besteht ein Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude mit einer möglichen Laufzeit bis 1. September 2023 und für ein Fertigwarenlager auf InfraServ-Gelände mit einer Laufzeit bis Ende 2022. Daraus ergeben sich zusätzliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 1.037).

Des Weiteren bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 385 (Vorjahr TEUR 720), davon TEUR 102 (Vorjahr TEUR 340) für IT Storage-, Server- und Netzwerkkomponenten. Die Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2024. Die Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten:

Art/Kategorie Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert Buchwert In Bilanzposten
TEUR TEUR TEUR
Währungsbezogene Geschäfte 1.200 -13 -13 Rückstellung für drohende Verluste (sonstige Rückstellungen)

Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 1.200 in der Währung USD.

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte führen zu negativen Werten bei den USD - Sicherungsgeschäften (TEUR -13), die eine Rückstellung für drohende Verluste zur Folge haben. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte per Abschlussstichtag mit Hilfe eines Bewertungsmodells der MUFG Bank N.V. Germany Branch, Düsseldorf.

Abschlussprüfungskosten

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gliedert sich in die Bereiche Abschlussprüfung und Steuerberatung. Diese Leistungen sind in folgender Höhe angefallen:

a) Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 124
b) Steuerberatungsleistungen: TEUR 11
Summe TEUR 135

Geschäfte mit nahen stehenden Personen und Unternehmen

Alle Geschäfte mit nahen stehenden Personen und Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden.

Nachtragsbericht

Ereignisse mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ergeben.

Anteilsbesitz

Name, Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital in TEUR Ergebnis in TEUR
in % 31.12.2021 31.12.2021
InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG, Wiesbaden 20,1 59.373 24.060

Die Beteiligung an der Hostaphan Films Ltd., Buckinghamshire, Großbritannien wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgelöst.

Angaben zur Geschäftsführung und zum Aufsichtsrat des Mutterunternehmens

Geschäftsführer ist:

Thomas Hehl, Diplom-Betriebswirt (FH), Hochheim

Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und Angaben zu Geschäftsführerbezügen (§ 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB) werden unterlassen.

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

William Radlein, Chief Operating Officer

(Mitsubishi Polyester Film Inc, Greer, USA), Vorsitzender)

Ansgar Pohl, Diplom-Ingenieur (TU), Mommenheim

Frank Windisch, Manager Marketing Technischer Service,

Arbeitnehmervertreter, Stellvertretender Vorsitzender

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bezüge erhalten.

Angaben zum Mutterunternehmen

Der Konzernabschluss der Mitsubishi Polyester Film GmbH, Wiesbaden (kleinster Kreis), ist in den Konzernabschluss der Mitsubishi Chemical Holding Corporation mit Sitz in Tokio, Japan (größter Kreis), einbezogen. Dieser wird im Handelsregister hinterlegt.

Wiesbaden, den 7. Juni 2022

Der Geschäftsführer

Thomas Hehl

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1.4.2021 - 31.3.2022

Anschaffungs- bzw.Herstellungskosten
1.4.2021 Zugang Abgang Umbuchungen 31.3.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.112 49 1 22 3.182
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 57.975 0 0 0 57.975
2. Technische Anlagen und Maschinen 247.914 2.540 45 1.384 251.793
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.345 475 189 2 28.633
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.140 6.807 0 -1.408 9.539
338.374 9.822 234 -22 347.940
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 37 0 37 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.679 1.362 0 0 9.041
7.716 1.362 37 0 9.041
Gesamt 349.202 11.233 272 0 360.163
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2021 Zugang Abgang 31.3.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.012 70 1 3.081
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 55.483 695 0 56.178
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.241 4.694 45 222.890
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.339 690 188 26.841
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
300.063 6.079 233 305.909
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
Gesamt 303.075 6.149 234 308.990
Bilanzwert
31.3.2022 31.3.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101 100
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.797 2.492
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.903 29.673
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.792 2.006
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.539 4.140
42.031 38.311
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 37
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 9.041 7.679
9.041 7.716
Gesamt 51.173 46.127

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis 1.690 13.832
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.149 5.888
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.123 2.578
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 5.725 252
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 1.739 -12.447
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 6.926 -2.273
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1 2
+/-Zinsaufwendungen/Zinserträge -58 -48
- sonstige Beteiligungserträge -4.941 -2.142
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.946 7.819
-/+ Ertragsteuerzahlungen -865 -4.447
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20.435 9.014
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.822 -6.104
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -49 -32
Erhaltene Dividenden 3.482 2.010
Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.389 -4.126
Dividendenzahlung an Gesellschafter des Mutterunternehmens -13.721 -5.158
Veränderung der Forderung aus Cash-Pool -20.616 13.849
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -34.337 8.691
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -20.291 13.579
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 35.004 21.424
Finanzmittelbestand am Ende der Periode * 14.713 35.003

* Der Finanzmittelfonds besteht aus einer Forderung gegenüber dem Cash Pool der Mitsubishi Chemical Holding Europe GmbH, Wiesbaden, in Höhe von TEUR 12.866 und einem Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.846.

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31.3.2020 160 27.636 54.061 81.857
Gezahlte Dividende 0 0 -5.159 -5.159
Konzernjahresüberschuss 2020/2021 0 0 13.832 13.832
Stand am 31.3.2021 160 27.636 62.734 90.530
Gezahlte Dividende 0 0 -13.721 -13.721
Konzernjahresüberschuss 2021/2022 0 0 1.690 1.690
Stand am 31.3.2022 160 27.636 50.703 78.499

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022

Grundlagen des Konzerns

Mitsubishi Polyester Film GmbH (MFE) ist über die Master Business Unit (MBU) High Performance Film in die weltweite Kooperation der Polyester Folien Gruppe der Mitsubishi Chemical Corporation, Tokio, Japan, (MCC), eingebunden. MFE hat Schwestergesellschaften in Japan, China, Indonesien und USA. Diese Kooperation ist einer der größten Anbieter für Polyesterfolien und nimmt eine bedeutende Stellung auf dem Weltmarkt ein. Polyesterfolien sind ein Kernarbeitsgebiet der MBU Films & Moulding (seit 1. April 2021, vorher: High Performance Films).

Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Produktionsanlage für ALPOLIC Verbundplatten am Standort Wiesbaden in Betrieb genommen. Neben Polyesterfolien ist ALPOLIC der zweite Geschäftszweig der MFE. ALPOLIC stellt Verbundplatten aus Aluminium, Stahl oder Titan mit einem Kunststoffkern her, welche beispielsweise als Fassadenplatten in der Bauindustrie ihren Einsatz finden.

Alleiniger Gesellschafter der MFE ist seit dem 1. April 2021 Mitsubishi Chemical Europe, Düsseldorf, Deutschland, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Mitsubishi Chemical Holding Corporation, Tokio, Japan. Alleiniger Geschäftsführer der MFE im Geschäftsjahr 2021/2022 war Herr Thomas Hehl.

Für Forschung und Entwicklung bei Polyesterfolien besteht eine enge Kooperation mit den Schwestergesellschaften in den USA und Japan. In globaler Zusammenarbeit werden gemeinsam neue Produktentwicklungen betrieben und Technologieerfahrungen ausgetauscht. Dieses entspricht der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, seinen Kunden als “Solution Provider“ einen besonderen Service zu bieten, der neben Problemlösungen auch spezielle, für Kunden entwickelte Folienlösungen beinhaltet.

Die Forschungsaufwendungen im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 616 lagen auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr (T€595).

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist gemäß Internationalem Währungsfonds im Jahr 2021 um 6,1 % gewachsen. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine wird für 2022 aber nur ein reduziertes Wachstum von 3,6% erwartet. Für Deutschland wird seitens IWF aufgrund seiner Abhängigkeit von russischen Energielieferungen sogar nur mit einem Wachstum von 2,1 % für 2022 gerechnet. 1

Laut BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) ist die deutsche Wirtschaft nach dem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 im Jahr 2021 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2021 um 2,7% gestiegen, nachdem im Jahr 2020 ein Minus von 4,9% verzeichnet wurde. 2

Nach 1.204,7 Milliarden Euro im Jahr 2020 sind die deutschen Exporte laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2021 um 14% auf 1.375,5 Milliarden Euro gestiegen. Zudem wurden im Jahr 2021 von Deutschland Waren im Wert von 1.202, 2 Milliarden Euro importiert, das entspricht bei einem Vorjahreswert von 1.025,6 Milliarden Euro einem Wachstum von 17%. Die Exporte lagen damit 3,6% und die Importe 8,9% über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. 3

Nach 0,5% im Jahr 2020 lag die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2021 bei 3,1%. Dabei erreichte die Inflationsrate im Dezember 2021 vor allem aufgrund gestiegener Energiepreise mit 5,3% den höchsten Stand im Jahr 2021. 4 Für das Kalenderjahr 2022 rechnet der Sachverständigenrat des BMWK mit einer Inflationsrate von +6,1 %. Die Inflationsrate in der Europäischen Union (EU 27) lag im Jahr 2021 bei 2,9%, in der Euro-Zone zugleich bei 2,6%. 5

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Folienbedarf hat sich in Europa im Jahr 2021 weiter erholt und lag ca. 2,2% über dem Vorjahr. Seit dem Jahr 2012 ist der europäische Markt im Durchschnitt um ca. 2,6% gewachsen. 6

Wichtigster Absatzmarkt der MFE ist Europa weiterhin mit den Schwerpunkten in den Ländern Deutschland, UK, Italien und Frankreich. Wichtigster außereuropäischer Markt bleibt die USA. PET-Folie wird in den verschiedensten Bereichen verwendet, teilweise aber auch als Zwischenprodukt zur Herstellung anderer Produkte. Große Anwendungsgebiete sind die Industrie, Automotive oder auch Verpackung.

1 FAZ, „IWF senkt Wachstumsprognose für Weltwirtschaft deutlich" vom 19.04.2022
2 BWMK, „Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2022“ vom 14.01.2021
3 Destatis, „Pressemitteilung Nr. 52“, vom 09.02.2022
4 Presseportal, „Statistisches Bundesamt Inflationsrate 2021: +3,1 % gegenüber dem Vorjahr Inflationsrate erreichte im Dezember mit +5,3 % den höchsten Stand 2021“ vom 19.01.2022
5 BWMK, „Die wirtschaftliche Lage in Deutschland“, vom 13.04.2022
6 Wood Mackenzie, „BOPET film Demand - Total by Country”, vom 13.12.2021

Die Nachfrage nach Hostaphan-Polyesterfolien im Geschäftsjahr 2021 kann als sehr gut bezeichnet werden. Nach einem hervorragenden Start in die ersten Monate des Geschäftsjahres, insbesondere bedingt durch den allgemeinen Aufschwung im Frühjahr 2021, kam es zu der in unserem Geschäft üblichen Sommerabschwächung, wobei die Auftragseingänge konstant auf hohem Niveau blieben. Insbesondere zum Ende des Wirtschaftsjahres im ersten Quartal des Kalenderjahres 2022 haben sich Nachfrage und Absatz/Umsatz positiv dargestellt und in Summe zu einem sehr guten Jahresergebnis geführt. Die Verkaufsmengen in den Bereichen Industriefolien, Consumer/ silikonisierte Folien und Thermotransfer lagen über den Ergebnissen des Vorjahres, während das Geschäft mit Folien für den Verpackungsmarkt in Summe unter denen des vorherigen Geschäftsjahres abschnitten, was aber so auch gewollt war, um die anderen Geschäfte bedienen zu können.

Ein wichtiger Einflussfaktor auf das Foliengeschäft der MFE im Geschäftsjahr 2021 war einerseits die rasche Erholung in den Bereichen Industrie/Automotive und andererseits die rasant gestiegene Nachfrage nach Silikonfolien für den Etikettenbereich. Hier wurden aufgrund von Lieferengpässen andere Substrate abgelöst.

Zudem waren alle Folienlieferanten gezwungen, im Laufe des Geschäftsjahres 2021 in mehreren Stufen die Preise für Polyesterfolien anzuheben, um die stetig steigenden Rohstoff- und Energiekosten aufzufangen. Dies passierte teils in sehr kurzen Abständen.

Durch die Gewinnung weiterer Marktanteile konnte der Bereich ALPOLIC im Geschäftsjahr 2021 leichte Gewinne im Verkaufsvolumen verzeichnen.

Ertragslage

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Absatzmenge, Umsatz, Materialaufwand und Rohertragsmarge.

Das Geschäftsjahr wurde mit Umsatzerlösen in Höhe von T€ 222.647 und einem Jahresüberschuss nach Gewinnabführung in Höhe von T€ 1.690 abgeschlossen. Der Umsatz hat sich zum Vorjahr um T€ 26.504 bzw. 13,5% erhöht und somit wurde die Vorjahresprognose einer Entwicklung auf dem Vorjahresniveau übertroffen. Entscheidend dafür waren einerseits eine höhere Verkaufsmenge und andererseits mehrere Preiserhöhungen im Markt, um den stark steigenden Kosten zu begegnen.

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf Hostaphan mit T€ 185.858 und ALPOLIC mit T€ 36.789.

Die Absatzmenge von Hostaphan-Polyesterfolien lag mit einem Anstieg von 5,2% im Geschäftsjahr 2021 erneut über der des Vorjahres (4,2%) und auch über dem geplanten Budget. Wir haben eine Vollauslastung der Maschinen und einen Absatz auf Vorjahresniveau prognostiziert. Das konnte nicht nur erfüllt, sondern sogar beim Absatz übertroffen werden. Hierbei hat insbesondere der Industrie-Sektor, aber auch das Geschäft für Liner-Folien im Wesentlichen zum Erfolg beigetragen.

Der Umsatz von Hostaphan-Polyesterfolien lag über dem des Vorjahreswertes und auch über dem Budget für das Geschäftsjahr 2021. Neben der höheren Absatzmenge haben vor allem mehrere Preiserhöhungen im Markt aufgrund der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten zu diesem positiven Effekt beigetragen. Dies gilt für alle wesentlichen Geschäftsbereiche. Zudem konnte eine weitere Verbesserung des Produkt-Mix erreicht werden.

Die Umsatzerlöse von ALPOLIC Verbundplatten sind gegenüber dem Vorjahr um 27,7% gestiegen, lagen allerdings 2,5% unter Budget. Bei der Absatzmenge konnte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 15% erreicht werden, dies lag dennoch 5% unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf stark gestiegene Verkaufspreise, getrieben durch schnell steigende Rohstoffkosten, zurückzuführen. Insgesamt wurden die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 nicht erfüllt.

Der Materialaufwand ist um T€ 32.575 von T€ 95.882 auf T€ 128.457 deutlich angestiegen, u.a. aufgrund gestiegener Rohstoffkosten. Diese lagen im Schnitt über dem Budgetwert. Die Materialaufwandsquote lag im Geschäftsjahr bei 56,5% (Vorjahr 49%).

Die Personalaufwandsquote lag im Geschäftsjahr bei 22,5% (Vorjahr 24,6%).

Die Rohertragsmarge beträgt 42,3% und liegt unter dem Vorjahr mit 51,1 %.

Finanzlage

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 20.435 und resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Aktiva. Die Forderung aus Cash Pooling beträgt T€ 12.866. Zusätzlich konnten die vorgenommenen Investitionen aus vorhandenen Mitteln (flüssige Mittel und operativer Cash Flow) finanziert werden.

Die kurz- und mittelfristige Finanzierung der MFE erfolgt durch die Einbindung in ein konzernweites Cash Pooling und durch Bankguthaben.

Wechselkursrisiken aus Kundenforderungen in Fremdwährung wurden durch entsprechende Devisentermingeschäfte minimiert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf unsere Ausführungen im Anhang.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 3.831 auf T€ 158.527 erhöht. Auf der Aktivseite bezieht sich der Anstieg auf gegenläufige Effekte. Einerseits auf den Anstieg der Vorräte (+ T€ 9.591), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ T€ 6.910) und der sonstigen Vermögensgegenstände (+ T€ 4.982). Andererseits auf den Rückgang der Forderungen im Verbundbereich (- T€ 17.760) und der Ausbuchung der aktiven latenten Steuern infolge des Gewinnabführungsvertrages (-T€ 6.069). Auf der Passivseite begründet sich das im Wesentlichen durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ T€ 3.571) und im Verbundbereich (+ T€ 8.096).

2022 und in den Folgejahren wird die MFE weiter auf Investitionen in die existierenden Polyesteranlagen setzen, die der Verbesserung der Qualität der herzustellenden Folien, der Erweiterung des Produktportfolios sowie der Verbesserung der Produktionsflexibilität dienen.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 49,5% (Vorperiode 58,4%).

Es bestehen zum Geschäftsjahresende keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft keine Zweifel an der Unternehmensfortführung erkennen lässt. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als positiv.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der wichtigste nichtfinanzielle Leistungsindikator innerhalb der MFE und innerhalb des gesamten Konzerns ist das Thema Sicherheit.

Die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle ist gegenüber dem Vorjahr in der Anzahl leicht gestiegen. Während im Geschäftsjahr 2020 noch 12 Arbeitsunfälle (davon kein meldepflichtiger Arbeitsunfall) zu verzeichnen waren, ereigneten sich im Geschäftsjahr 2021 in Summe 14 Arbeitsunfälle, erneut ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall. Die Tausendmannquote (TMQ) ist dadurch bei 0 geblieben. Die Sicherheitsarbeit der MFE ist strikt auf die weitere Reduzierung der Unfallzahlen, insbesondere der Unfälle mit Ausfallzeit und der meldepflichtigen Unfälle, ausgerichtet.

Neben der Sicherheit ist auch die Reklamationsrate für das Hostaphan Folien-Geschäft von großer Bedeutung. Diese lag im Geschäftsjahr 2021 unter dem Ziel, jedoch leicht über dem Vorjahreswert. Die Reklamationsrate für das ALPOLIC Geschäft lag im Jahr 2021 unter dem Zielwert und dem Vorjahreswert.

Das Unternehmen betreibt systematische Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für seine Mitarbeiter. Teile der Maßnahmen sind für jeden Mitarbeiter verpflichtend und regelmäßig zu wiederholen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen sehen wir unverändert durch die stetige Verbesserung der Produktqualität, der schnellen Entwicklung neuer Spezialitäten und der Qualifizierung von Produkten in neuen Anwendungen bzw. bei neuen Kunden.

„Circular Economy“ sowie „Sustainability“ nehmen immer weiter an Bedeutung zu. Damit verbunden sind einerseits Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit von Produkten. Hier werden Ressourcen eingesetzt, um die Entwicklung von Folien für Ein-Stoff-Verpackungen, Folien mit Anteilen von Post Consumer Recycled (PCR) Material und Folien mit Anteilen von Post Industrial Recycled (PIR) Material voran zu treiben. Zudem steigen kontinuierlich die Anforderungen der Gesellschaft, von Gesetzgebern und unseren Kunden an die Senkung von CO2-Emmissionen, Energie- und Wasserverbrauch u.ä. angelehnt an die internationalen verbindlichen Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols.

Stetige Investitionen zur Modernisierung der Produktionsanlagen erhöhen deren Produktivität und tragen zur Verbesserung der Kostensituation bei. Dabei liegt ein wichtiger Fokus auf der Beherrschung steigender Komplexität und der besseren Nutzung vorhandener Ressourcen. Im abgeschossenen Geschäftsjahr haben wir zudem die Freigabe unserer Muttergesellschaft zum Bau einer neuen Polyesterfolien-Anlage erhalten. Diese soll zum Ende des Kalenderjahres 2024 in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig werden wir eine alte Anlage in den Ruhestand versetzen.

Zusätzliche Chancen ergeben sich durch die Nutzung von Synergien mit den Schwesterfirmen innerhalb des Mutterkonzerns MCC sowohl in Europa als auch anderen Teilen der Welt. Ein starkes Umfeld in Deutschland und Europa sollte ebenfalls zu einem weiteren Anstieg der Nachfrage führen.

Wesentliche Risiken des Geschäftes sind gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. Wir sehen weiterhin einen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck, insbesondere im Bereich der sogenannten Commodities und Semi-Commodities. Daraus resultierende mögliche Umsatzverluste sollen durch bestmöglichen (lokalen) Kundenservice, hohe Kundenbindung und maßgeschneiderte neue Produkte kompensiert werden. Hinzugekommen ist der Krieg in der Ukraine. Zu welchen geopolitischen Auswirkungen dies noch führen wird, ist schwer zu sagen. Energiepreise und Rohstoffkosten werden weiter steigen, eine Rezession ist fast unvermeidbar, ein Abschwung der Weltwirtschaft wird sehr wahrscheinlich kommen.

COVID-19 hat dagegen einen immer geringeren Einfluss auf die PET-Folien-Industrie. Positiv sind neue Absatzmärkte im Bereich Medizin/Hygiene. Vor allem der für die MFE wichtige Industrie-Bereich hat sich in den letzten beiden Jahren als sehr robust erwiesen und die Nachfrage hat trotz COVID-19 das Niveau der vorherigen Zeiten überstiegen.

Das bereits im Jahr 2004 eingeführte Risiko-Monitoring-System wird eingesetzt, um sowohl diese als auch weitere potentielle Risiken transparent zu machen. Alle signifikanten Risiken des Unternehmens werden bewertet und regelmäßig aktualisiert. Risiken, die sich aus einer schwieriger werdenden Geschäftslage ergeben, sind identifiziert und Gegenmaßnahmen zur Risikoreduzierung werden bei Bedarf entsprechend eingeleitet. Das Risiko-Monitoring-System der MFE ist in das konzernweite Risikomanagement eingebunden.

Zur Absicherung gegen sinkende Kurse von Fremdwährungen nutzt das Unternehmen Devisentermingeschäfte als Sicherungsinstrumente. Forderungsausfallrisiken sind versicherungsseitig minimiert. Liquiditätsrisiken bestehen nicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Chancen und Risiken im Gleichgewicht befinden.

Prognosebericht

Der Weg des Hostaphan-Geschäfts mit Blickrichtung auf Folien für Industrieanwendungen und anderen Spezialitäten wird immer weiter konsequent gegangen. Mit Investitionen in die Modernisierung von Anlagen wird eine Stabilisierung und Verbesserung der Produktivität und Qualität erwartet. Ein weiterer Ausbau des Spezialitätengeschäfts wird angestrebt.

Allen Unwägbarkeiten der aktuellen globalen Probleme zum Trotz erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 im Bereich Hostaphan für die Absatzmenge eine stabile Situation auf Vorjahresniveau mit voller Auslastung aller Anlagen. Aufgrund der Volatilität an den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe erwarten wir weiterhin moderat steigende Rohstoffpreise. Wir gehen aber davon aus, dass wir diese Kostensteigerungen an unsere Kunden weitergeben können, wodurch sich eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr ergibt. Durch Optimierung des Produktportfolios erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr eine leicht höhere Rohertragsmarge. Gleichzeitig wird angestrebt, eine Reklamationsrate auf dem niedrigen Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres zu erreichen. Ein wesentlicher Einflussfaktor werden auch in den nächsten 12 Monaten die stark volatilen Energiekosten sein. Es werden erneut 0 meldepflichtige Arbeitsunfälle angestrebt.

Durch die anhaltende COVID-19 Pandemie wird für das ALPOLIC Geschäft lediglich mit einem leichten Wachstum gerechnet. Der Hauptfokus liegt hierbei auf der Region Europa. Hier erwarten wir ein leichtes Wachstum in den Segmenten Architektur und CID. Für das Geschäft in den USA ist mit einem stabilen Markt zu rechnen. COVID-19 und die wirtschaftliche Lage in der Türkei zeigen keinen Aufschwung. Als Risiko sind die Verfügbarkeit und die stark steigenden Rohstoffkosten, speziell die Entwicklung des Aluminiumpreises zu nennen. Außerdem bleibt die Logistik, sowohl innerhalb Europas als auch Übersee-Container, eine große Herausforderung.

Trotz der anhaltenden Corona-Krise und der Unwägbarkeiten durch hohe Energiepreise und den Beginn des Einmarschs von Russland in die Ukraine wurde im Geschäftsjahr 2021 erneut ein Ergebnis nach Steuern über dem Plan erzielt. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen wir u.a. aufgrund unsicheren Energiesituation und den generellen Auswirkungen der Ukraine-Krise und einer drohenden Rezession mit einem Rückgang des Jahresergebnisses im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Es bleibt aber schwierig einzuschätzen, wie stark sich diese Risikofaktoren auf das Geschäft und somit das Ergebnis nach Steuern der MFE im Geschäftsjahr 2022 tatsächlich auswirken werden.

Die Finanzlage wird auch in Zukunft auf dem derzeitigen Niveau erwartet.

Nachtragsbericht

Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum Anhang.

Wiesbaden, den 7. Juni 2021

Der Geschäftsführer

Thomas Hehl

Gesellschafterbeschluss Shareholders’ Resolution
Mitsubishi Chemical Europe GmbH, Düsseldorf, ist alleinige Gesellschafterin der Mitsubishi Polyester Film GmbH, Wiesbaden, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter HRB 8118 (die "Gesellschaft"). Mitsubishi Chemical Europe GmbH, Duesseldorf, is sole shareholder of Mitsubishi Polyester Film GmbH, Wiesbaden, Germany, registered in the commercial register of the local court of Wiesbaden under HRB 8118 (the "Company").
Unter Verzicht auf alle nach der Satzung und den gesetzlichen Bestimmungen erforderlichen Form- und Fristerfordernisse halten wir, Mitsubishi Chemical Europe GmbH, hiermit eine Gesellschafterversammlung ab und beschließen Folgendes: Waiving all requirements as regards form and time provided for by statutory law and the articles of incorporation, we, Mitsubishi Chemical Europe GmbH, herewith hold a shareholder's meeting and resolve the following:
a) Der durch die Geschäftsführung der Gesellschaft aufgestellte, von der Ernst & Young GmbH geprüfte und vom Aufsichtsrat der Gesellschaft genehmigte Jahresabschluss zum 31. März 2022 wird festgestellt. Eine Kopie des Jahresabschlusses nebst Lagebericht liegt dieser Niederschrift bei. Der Lagebericht des Geschäftsführers wird genehmigt. a) The annual accounts as of March 31, 2022 as prepared by the management of the company, audited by Ernst & Young GmbH and approved by the supervisory board of the company are hereby approved. A copy of the annual accounts as well as a report on the situation of the company is attached hereto. The report on the situation of the company as prepared by the managing director is hereby approved.
Die Bilanzsumme beträgt TEUR 155.178 und der Überschuss TEUR 8.378. The balance sheet total amounts to KEUR 155.178 and the net income of KEUR 8.378.
100% des Jahresüberschusses werden an den Gesellschafter Mitsubishi Chemical Europe GmbH abgeführt. 100% of the net income for the year will be distributed to the shareholder Mitsubishi Chemical Europe GmbH.
b) Dem Geschäftsführer wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. b) The acts of the managing director for the business year 2021 are hereby approved.
c) Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 bestimmt der Gesellschafter die Firma Ernst & Young GmbH. c) As external auditor for the business year 2022 the undersigned shareholder decides on Ernst & Young GmbH.

Wiesbaden, den 10th of June 2022

Mitsubishi Chemical Europe GmbH

durch

Ansgar Pohl, Geschäftsführer, President